Dr. Gerald Schröder: Vom Lernen zum Lehren, vom Forschen zum Beraten

Dr. Gerald Schröder, 2018 space


Kurzversion

1967geboren hier in Harburg, Hamburg, Deutschland
1973 - 1986Grundschule in Hittfeld, Niedersachsen, Deutschland
1986Abitur am Gymnasium Hittfeld
1986 - 1993Universität Hamburg, Informatik und Soziologie
1993Informatik-Diplom
1993 - 1999Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Hamburg, Arbeitsbereich Datenbanken und Informationssysteme, und der Technischen Universität Hamburg-Harburg, Arbeitsbereich Softwaresysteme
1999Promotion in Informatik
1999 - 2001Methoden- und Verfahrensspezialist bei der Krankenversicherung DAK
2001Berater für Softwaretechnik bei itelligence
2002-2011Senior-Java-Entwickler bei InfoDesign-OSD
seit 2012Freiberuflicher Software-Entwickler


Langversion

Mein Interesse an der Informatik wurde in der Schule geweckt, beginnend mit Basic, Turbo-Pascal und Z80-Assembler auf dem TRS-80 und diversen CP/M-Rechnern. Am liebsten habe ich mich auf die Maschinenebene begeben und nah am Betriebssystem programmiert, beispielsweise ein BIOS für CP/M und eine Textverarbeitung in Assembler.

Von 1986 bis 1993 studierte ich Informatik an der Universität Hamburg mit Nebenfach Soziologe und den Schwerpunkten Betriebssysteme, Compilerbau, Datenbanken, Softwareergonomie und neue Stadtsoziologe (eine komische Mischung, ich weiß). Im Studium durfte ich u.a. den mehr oder weniger berühmten Modula-2/DBPL-VAX-Compiler debuggen und erweitern. In meiner Diplomarbeit habe ich die syntaktische Erweiterbarkeit von Programmiersprachen untersucht und eine Syntaxerweiterungsmöglichkeit in das Tycoon-System eingebaut (das danach in Tycoon-1 umbenannt wurde, weil das noch berühmtere Tycoon-2 folgte). Während des Studiums arbeitete ich nebenbei als Operator am Rechenzentrum des Fachbereichs Informatik (wo sonst hat man schon die Gelegenheit, mit solch teuren Maschinen herumzuspielen?); und ich ärgerte als Tutor Generationen von Studenten an der Technischen Universität Hamburg-Harburg und der Universität Hamburg - sie werden sicherlich einen sehr negativen Blick auf die Informatik behalten, falls sie nicht gleich das Studium abgebrochen haben (tut mir leid).

Der Ernst des (Arbeits-)Lebens und der Doktorarbeit begann im Oktober 1993 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Hamburg, Arbeitsbereich Datenbanken und Informationssysteme (DBIS). Januar 1997 war ich im Gefolge meines Doktorvaters (wieder) an der Technischen Universität Hamburg-Harburg gelandet, am neuen Arbeitsbereich Softwaresysteme (STS). Meine Hauptaufgaben waren das Beaufsichtigen von Analyse- und Programmiergruppen, vor allem im Tycoon-Projekt (einer persistenten Programmiersprache, die es heute nicht mehr gibt - oder noch nicht wieder erfunden wurde) sowie in Projekten im Web- und SAP-Umfeld. Im Kontext meiner Doktorarbeit und diverser Projekte habe ich ca. 20 Studien- und Diplomarbeiten betreut ("meine" Studenten verdienen natürlich inzwischen viel mehr als ich, so ein Ärger!). Neben dieser Ausbildung von jungen Genies bereitete ich einige Lehrveranstaltungen vor und hielt sie auch ab, größtenteils im Hauptstudium im Bereich Programmierung (objektorientierte Programmiersprachen wie Java), Datenbankentwurf (objektrelationale Datenbanken wie Oracle) und Softwaretechnik (objektorientierte Modellierung wie UML).

Im April 1999 habe ich dann meine Doktorarbeit über die Entwicklung und den Betrieb kooperierender, persistenter Objektsysteme erfolgreich verteidigt.

Vom Oktober 1999 bis zum März 2001 arbeitete ich für die DAK, eine Krankenversicherung mit über 10.000 Angestellten in Hamburg, als Methoden- und Verfahrensspezialist für Softwaretechnik. Wir fingen in der neu gegründeten Tochterfirma S/E/E (Softwareentwicklungsgesellschaft der Ersatzkassen) an, eine neue Generation der internen Verwaltungssoftware zu entwickeln, mit allen modernen Methoden wie Client-Server (J2EE) und Komponentenmodellierung in UML. Aber dann hörte das Management, dass SAP vielleicht, unter gewissen Umständen, in einigen Jahren ... selbst ein Modul für die Krankenversicherung auf den Markt bringen könnte - und sie stoppten das Projekt. Ich liebe Manager für solche Entscheidungen, wie man sich vorstellen kann.

Also zog ich weiter zu itelligence, einer IT-Beratungsfirma mit (damals) ca. 1500 Beratern. Von April 2001 bis Dezember 2001 gehörte ich zu einem Team von 10 Java-Experten. Wir erforschten, nutzten und lehrten moderne Softwaretechnologien wie Java J2EE, JMS, XML, JUnit usw. Bis itelligence feststellte, dass SAP ein viel interessanterer Markt als Java ist, um Geld zu verdienen. Nun kann man sich vorstellen, warum ich danach neben den Managern auch SAP noch mehr liebte, als ich es vorher schon tat.

Wir hatten das Gefühl, dass wir eine neue Umgebung brauchen könnten, weil wir Java und Open Source Software interessant fanden. Also kamen wir in der InfoDesign-OSD GmbH zusammen und bildeten ein starkes Team von Java-Experten mit ähnlichen Erfahrungen und Ansichten. Als unseren Beitrag zur Open Source Welt entwickelten wir das Framework iValidator für automatisierte Integrationstests (inzwischen eingestellt).

Im Laufe der Zeit wechselten viele meiner Kollegen in die Freiberuflichkeit. Diesen Weg habe ich dann 2012 auch beschritten und bin seitdem freiberuflicher Software-Entwickler.

Ich fokussiere auf die Entwicklung von Anwendungssystemen in Java, insbesondere für server- und datenbanklastige Anwendungen. Ich empfehle die Nutzung von Open Source Frameworks, testgetriebene Entwicklung und automatisierte Integrationstests, wenn auch meistens erfolglos.


Projekte

Ich habe unter anderem an folgenden Projekten mitgewirkt:


Publikationen


Vorträge


Lehre


Betreute Studien- und Diplomarbeiten